Case Study: Ein neues Berichtswesen auf der Basis der Analysis Services für die Bewag AG
Data Warehouse-Lösungen sind zwar kostspielig, aber ihr Geld wert - wissen Unternehmen, die es geschafft haben, ein Projekt erfolgreich zu Ende zu bringen.
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Bewag AG und Co. KG
Geschäftsbereich:
Softwareentwicklung
Ausgangslage:
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Die Bewag AG, ein überregional tätiges Energieunternehmen mit Sitz in Berlin, hatte zwar Bedarf für ein umfassenderes Informationssystem, wollte sich jedoch aufgrund von Umstrukturierungen auf kein größeres Projekt einlassen. Der Microsoft Gold Certified Partner NTeam wusste Abhilfe: In knapp 3 Monaten entstand auf Basis des Microsoft SQL Servers, OLAP und de Analysis Services ein System, das jeden Morgen tagesaktuelle Reports mit allen wichtigen Daten im Intranet der Bewag AG zur Verfügung stellt.
Anforderungen:
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Die Bewag AG versorgt ca. 85% aller Privathaushalte im Großraum Berlin mit Strom. Neue Aufgaben erfordern neue Strukturen, doch diese Strukturen in einem Markt zu entwickeln, der sich in einem radikalen Wandel befindet, fällt schwer. »Wenn wir heute eine neue Lösung realisieren wollen, so muss das schnell und auf die aktuellen Anforderungen abgestimmt geschehen, außerdem muss jede Lösung flexibel an geänderte Anforderungen angepasst werden können,« berichtet Michael Otto von der Bewag AG.
Ende 2001 wurde klar: das Berichtswesen bedarf einer umfassenden Reorganisation. Führungskräfte benötigten aktuelle Daten als Grundlage für ihre Entscheidungen, was zur Folge hatte, dass Experten, die ohnehin stark ausgelastet waren, wertvolle Zeit für die Suche nach den benötigten Informationen aufbringen mussten. »Wir hätten eine Data Warehouse-ähnliche Lösung gebraucht, was aus Zeit- und Kostengründen aber nicht in Frage kam« so Michael Otto. Denn die Realisierung eines Projekts dieser Größenordnung, d.h. klassische Data Warehouses auf Basis des Bewag AG Datenbank-Standards Oracle, wäre nur von externen Spezialisten mit einem Zeitaufwand von mindestens sechs Monaten und unter hohen Lizenzkosten zu realisieren gewesen – mit dem Risiko, dass die neue Lösung aufgrund der raschen Änderung der Marktbedingungen schon bei ihrer Fertigstellung wieder veraltet gewesen wäre.
Doch der Berliner IT-Dienstleister NTeam GmbH wusste Rat. »Die Analysis Services, die standardmäßig mit dem SQL Server von Microsoft mitgeliefert werden, boten genau die Funktionalität, die die Bewag AG für das Design ihres Berichtswesen benötigte; sie sind rasch zu implementieren und lassen sich, entsprechendes Know-how von Seiten des Lösungsanbieters vorausgesetzt, relativ kurzfristig und sehr flexibel an geänderte Anforderungen anpassen.« Durch Projekte für andere Kunden wusste NTeam, welches Potenzial in den auf OLAP-basierenden Analysis-Services schlummert, und bei einem ersten Bewag-Projekt, der standardisierten Erfassung von Störungsmeldungen, konnte die OLAP-Technologie ihre Eignung unter Beweis stellen. »In wenigen Tagen konnten wir mit den Analysis-Services eine komplette Auswertung der Störungsmeldungen realisieren« berichtet der NTeam Projektleiter.
Ziele:
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Die Ziele waren deutlich formuliert: Automatisierung des Berichtswesens, Flexibilität bei den Abfragen, frühe Verfügbarkeit der wichtigen Informationen; wichtige Anforderungen, die vor dem Projekt nur unbefriedigend zu erfüllen waren.
Realisierung:
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Im Spätherbst 2001 fiel der Startschuss für das Projekt. In den folgenden drei Monaten entstand unter der Regie des Bereichs Netzführung/Sekundärnetze in enger Kooperation mit NTeam das neue »Berichtswesen Netzführung«. »Viele OLAP-Projekte kämpfen mit Problemen, weil die Anforderungen zu Beginn des Projekts nicht klar formuliert oder die Erwartungen zu weit gesteckt sind« wissen die Entwickler vom NTeam. »Deshalb stellten wir gleich zu Projektbeginn sicher, dass es hier keine Missverständnisse gibt.« NTeam kannte das Potenzial der Software und wusste, wie ein solches Projekt erfolgreich zu realisieren war; die Mitarbeiter der Bewag AG kannten ihre Anforderungen und in mehreren Sitzungen wurden Anforderungen und Möglichkeiten aufeinander abgestimmt; eine Vorgehensweise, die schnell zu dem gewünschten Erfolg führte und alle gestellten Ziele realisierte.
In etwa 20 OLAP-Cubes werden alle für die Auswertung des Netzbetriebs wichtigen Daten erfasst, wobei die meisten Datenwürfel täglich aktualisiert werden. Der Datenbestand reicht dabei von den im 24h-Wartendienst erfassten Meldungen bis zu den automatisch aufgezeichneten Messwerten der wichtigsten Netzkomponenten – rund 8.700 Messstellen liefern alle 15 Minuten einen Mittelwert der gemessenen Daten. Die Auswertung der in den OLAP-Würfeln gespeicherten Daten erfolgt auf zwei Wegen: durch direkte Analysen und über automatisch erstellte Reports. »Derzeit haben bis zu 200 Mitarbeiter die Möglichkeit, mit Excel auf die OLAP-Daten zuzugreifen und eigene Auswertungen durchzuführen,« berichtet Frank Päpke von der Bewag.
Ergebnisse:
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Erhöhte Transparenz
Operative Systeme halten ihre Daten in zweidimensionalen Tabellen vor, was für Auswertungen zu wenig ist. »Wenn wir in der Vergangenheit eine konkrete Fragestellung hatten, mussten entweder Mitarbeiter die Daten mühsam manuell zusammentragen oder ein Programmierer musste eine entsprechende Abfrage programmieren« schildert Frank Päpke die Situation in der Vergangenheit . »In OLAP-Würfeln liegen die Daten in unterschiedlichen Dimensionen vor und ein Mitarbeiter, der eine Antwort auf ein Problem sucht, kann über Excel alle betroffenen Dimensionen flexibel zusammenstellen.«
Eine typische Fragestellung wäre beispielsweise, welche Auswirkungen das letzte Sturmtief hatte. Typische Dimensionen wären das Wetter und der Stromverbrauch, die beide über den Faktor Zeit miteinander verbunden werden, aber auch spezifische Abfragen nach Unterschieden in den einzelnen Stadtbezirken oder auch aufgesplittet nach Verbrauchern sind mit dem System einfach möglich.
So wichtig diese ausgefeilten Analysen auch sind - fast noch mehr Bedeutung haben die neu geschaffenen Reports. »Jeden Morgen werten wir die eingelesenen Daten aus und erstellen automatisch einen aktuellen Tagesreport, den wir über das Intranet einer Vielzahl von Anwendern zur Verfügung stellen« erläutert Frank Päpke. Dieser Bericht enthält Grafiken der Netzlast des Vortages, statistische Daten über den Stromverbrauch und das Wetter, Störungsmeldungen sowie alle relevanten Informationen zu Übertragungs- und Verteilungsnetz.
Ein ähnlicher Bericht wird monatlich für den abgelaufenen Monat erzeugt, die Werte sind nicht mehr auf den Tag, sondern auf den gesamten Monat berechnet, dazu enthält der Bericht Vergleiche zum Vormonat sowie Prognosen für den laufenden Monat. Die entsprechenden Jahres- und Geschäftsjahresberichte werden nach Ablauf der Kalender bzw. Geschäftsjahre erstellt. »Was früher oft aufgrund von Erfahrungen heraus entschieden werden musste, kann heute sehr einfach durch konkrete Fakten untermauert werden« so Michael Otto.
Vor allem das neue Berichtswesen machte schnell Furore - die Berichte sind informativ und hochaktuell, dazu konnte das gesamte Projekt in kurzer Zeit und zu sehr niedrigen Kosten realisiert werden. Kein Wunder also, dass sich auch andere Abteilungen für OLAP und die Analysis Services interessieren.